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Ihr wisst ja das ich ein Fitness Junkie bin, leider ist im Winter und Herbst das Wetter nicht immer so das man rausgehen kann und will. Somit hatte ich für den Winter immer eine Alternative zum Rad fahren, denn 4x die Woche Joggen ist mir einfach zuviel.
Ich hatte jahrelang mehr als 3 verschiedene Crosstrainer / Elipsentrainer / Heimtrainer, die ich für diese Jahreszeiten genutzt habe. Nun habe ich mich entschieden eine neue Herausforderung zu suchen. Machen wir uns nichts vor, kein Crosstrainer für 500-700€ kommt nur annähernd an die Studio Qualität ran. Ich mein für das Training Zuhause, für Anfänger und Leute die sich generell mehr bewegen wollen sind die Geräte irgendwie noch in Ordnung, fortgeschrittene Sportler werden hier nicht wirklich gefordert. Wenn man diese Geräte dann so nutzt das man sich wirklich mal auspowered, halten die Geräte gerade mal 1-2 Jahre, bevor dann irgendetwas bricht oder das Gerät ohne Ende Geräusche macht.

Somit habe ich mich dieses Jahr für ein Spinning Bike, auch Speedbike oder Indoor Cycle genannt, entschieden. Preislimit war für mich auch hier wieder 400-500€. Leider findet man nahezu keine Erfahrungsberichte zu weniger bekannten Herstellern. Daher habe ich mich entschieden, keinen großen Hersteller zu wählen und genau so einen Erfahrungsbericht zu schreiben um auch anderen Personen eine kleine Hilfe zu bieten.

Ich habe das X-TREME Evo Bike von indoorcycling.org gewählt.
Ich habe mich bewusst für einen Riemenantrieb entschieden, da ich Kettenantriebe schon live getestet habe und mir der Geräuschpegel doch etwas hoch war. Schließlich trainiere ich vor einem LCD TV und des öfteren auch mal spät abends ;)

Das X-TREME Evo Bike mit Riemenantrieb kostet 419 EURO inkl. Versandkosten.
Schwungradgewicht: 22 Kg
Bremssystem: Filzbremse
Lenkereinstellung: vertikal
Sitzverstellung: horizontal & vertikal
Pedale: Körbchenpedale
Radcomputer: Ja
Max. Benutzergewicht: 120 Kg
Bikegewicht: 44 Kg
Maße: L x B x H 128 x 51 x 118 cm

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So! Ich liste Euch zu aller Erst nochmal alle Kosten auf, bevor ich zu meinen Highlights, unserer Route und ein paar tollen Erinnerungen komme, die ich definitiv nicht mehr missen möchte.

Kosten Überblick

– Flug mit Lufthansa von FFM, Mietwagen über den ADAC, ESTA, Reise SIM, Navi – 1110,00 EURO
– 21 Übernachtungen – 1100,00 EURO
– Eintritte, Touren, Verpflegung & Sonstiges 730,00 EURO

Gesamt = 2940,00 EURO

Ich muss gestehen das ich mit 2700 – 3000 EURO gerechnet habe und damit eigentlich ganz gut im voraus geplant hatte. Es ist jetzt nicht unbedingt ein Luxusurlaub gewesen aber ich muss gestehen, für das Geld hätte ich mir keinen schöneren Urlaub wünschen können. Ok, wir hatten wirklich Glück mit dem Wetter und es war gerade mal einen Tag bewölkt und an diesem gab es auch gerade einmal 1-2 Stunden Regen, ansonsten hatten wir wirklich nur tolles Wetter.

Unsere Route

1. Santa Barbara – Übernachtung im “Days Inn Santa Barbara

Gelandet in Los Angeles, jedoch direkt nach Santa Barbara gefahren da wir ja auch wieder von L.A. zurückfliegen und es somit unser letzter Stop seien sollte.
Santa Barbara ist ein wirklich wunderschöner Urlaubsort. Ich glaube hier könnte ich mir auch einen Strandurlaub vorstellen. Vielleicht lag es an unserem ersten wahren Urlaubstag aber den Augenblick als hier morgens am Strand die Sonne hinter den Bergen aufging, war unbeschreiblich! Das Days Inn war gut gelegen und die Zimmer waren auch völlig in Ordnung.

2. Monterey – Übernachtung im “Monterey Downtown Travelodge

Ein kleineres Fischerdorf mit einer tollen Küste! Hier haben wir bereits die ersten Robben gesehen. Ein Spaziergang an der Küste lohnt sich allemal. Das Travelodge hatte nicht die schönsten Zimmer aber immer noch völlig in Ordnung. Dafür hatte es eine tolle Lage.

3. San Francisco – Übernachtung im “Buena Vista Motor Inn

Auf dem Weg von Monterey nach San Francisco müsst ihr unbedingt den Big Sur passieren. Ein Must see! San Francisco ist eine großartige Stadt, nach New York nun meine zweit-liebste Großstadt in den USA. Sehr viele aktive und kultivierte Menschen. Hier brauch man etwas Zeit denn es gibt viel zu sehen! Das Buena Vista Motor Inn hat eine spitzen Lage überdurchschnittliche Zimmer aber so war auch der Preis.

4. Carson City – Übernachtung im “Hardman House

Diente als Zwischenstopp um den Lake Tahoe zu sehen und den Mono Lake anzufahren, der nahezu der Eintritt zum Yosemite National Park ist. Der Lake Tahoe war eines meiner Highlights! Wir haben durch Zufall den Strand angefahren der atemberaubend war. Carson City an sich ist eher unspektakulär und wirkt ziemlich verlassen. Das Hardman House war abgewohnt und in die Jahre gekommen. Sauber war es aber schon.

5. Oakhorst – Übernachtung im “Comfort Inn Oakhorst

Diente eigentlich auch nur einem Zweck und zwar der Nähe zum Yosemite National Park. Zum Park selbst brauch nichts zu sagen, einfach wundervoll. Hier reichen 2 Tage nicht aus. Wunderschöne Natur, viele Tiere und Sequoia Bäume! Das Comfort Inn war auch völlig in Ordnung!

6. Midpines – Übernachtung im “Yosemite Bug Rustic Mountain Resort

Auch diese Übernachtung diente der Nähe zum Yosemite National Park aber diese Übernachtung ist toll. Erinnert an eine Jugendherberge mit vielen kleinen Hütten und einem Gemeinschaftshaus das wirklich gemütlich eingerichtet war. Es liegt mitten im Wald und hat Stil. Es gibt keinen Fernseher aber wer brauch den auch schon wenn er ein großes Lagerfeuer genießen kann.

7. Pahrump – Übernachtung im “Saddle West Casino Hotel

Endlich mal Zeit für den Pool! Das Hotel war, wie der Name schon sagt, ein Casino. Die Zimmer waren auch in Ordnung. Ein Schild am Pool gab wieder “No glas. No Diving. No Guns” No Guns? Ahja! In Pahrump gibt es auch nicht wirklich was zu sehen, es ist das kleine Las Vegas aber doch irgendwie kein Vergleich. Pahrump diente uns auch nur als Zwischenstopp durch Death Valley, was ich großartig fand, zum Grand Canyon!

8. Williams – Übernachtung im “Travelodge

Nachdem wir also nun beim Grand Canyon waren und ich sag Euch, kein Bild der Welt kann beschreiben was man hier mit eigenen Augen sieht. Es ist so gewaltig wenn man hier zum ersten mal aus dem Auto steigt und in Richtung Abhang läuft.. WOW! Das hätte ich nicht erwartet. Williams ist ein toller Ort, das Travelodge war sauber und lag gut. Was wir nicht wussten ist, das ein Teil der Route 66 durch Williams ging und dieser Ort somit tatsächlich Route 66 Flair hat.

9. Las Vegas – Übernachtung im “MGM Grand Hotel” & “Motel 6

Zu Las Vegas brauch ich nicht viel zu sagen. Am ersten Tag hatte ich zu aller Erst eine Reizüberflutung. Man kann von Las Vegas keine Bilder machen oder zeigen wie verrückt diese Stadt ist, man muss es live gesehen und erlebt haben. Ich kenne keine größeren Hotels als das was man in Vegas sieht.. ich habe nicht einmal einen annähernden Vergleich. Teilweise brauchte man aus dem Zimmer bis zum Pool 15-20 Gehminuten. Der Hover Dam hat mich jetzt nicht so begeistert. Hier war nur krass zu sehen wie die Natur zu Grunde gerichtet wird und das Trinkwasser, das Las Vegas speist, nicht mehr so lange halten wird. Das Motel 6 war die schlimmste Übernachtung im ganzen Urlaub, es war laut, das Publikum war mir nicht geheuer und die Sauberkeit ließ wirklich zu wünschen übrig. Hier haben wir auch nur geschlafen da die Nacht von Samstag auf Sonntag in Las Vegas gerne mal den 4-5x Preis einer normalen Übernachtung hat.

10. Palm Springs – Übernachtung im “The Monroe

Ja was soll ich groß sagen? Palm Springs… Hier gibt es außer eine Seilbahn eigentlich absolut nichts zu sehen. Der Joshua Tree National Park sollte aber auf jeden Fall auf dem Weg nach Palm Springs besucht werden. Ich weiß nicht was in Palm Springs so gehyped wird oder doch? Nach einem Gespräch mit unserem Hotelier wurde mir klar das es hier wohl wirklich nur um das außerordentlich gute Wetter geht. Es gibt wohl im ganzen Jahr gerade mal 10 Tage an denen nicht die Sonne scheint! Das ist also das Geheimnis ;)
Das Monroe war mit eines der besten Hotel. Schöne saubere Zimmer und einen tollen Pool!

11. San Diego – Übernachtung im “Kings Inn

San Diego.. wo fang ich da nur an? Tolle Strände, tolle Küsten. Unglaublich viele Robben!
Leider ist alles etwas deplatziert daher ist eigentlich fast egal wo man übernachtet, da man eh alles mit dem Auto anfahren muss. Egal ob Coronado, Mission Bay oder der Balboa Park, diese Stat bietet einem Einiges. La Jolla Cove und die Sunset Cliffs waren einfach nur der Hammer! Das Kings Inn war auch sehr sauber, hatte einen tollen Pool und sehr freundliches Personal.

12. Los Angeles – Übernachtung im “Days Inn

Los Angeles… mein erster Eindruck “Verdammt ist das groß”. Die Fahrt nach Hollywood war eigentlich mit das Beste an Los Angeles. Laguna Beach, Manhattan Beach und Huntington Beach sind wahnsinnig tolle Strände. Wobei mich hier Laguna Beach am meisten beeindruckt hatte. Der Hollywood Boulevard ist die Hölle, völlig überfüllt & kombiniert mit penetranten Leuten die einem irgend etwas andrehen wollen. Santa Monica dagegen ist wieder eher was für uns gewesen. Eine schöne Gegend mit dem so bekannten Venice Beach der sich über gut 30km zieht. Uns hat es in L.A. mehr in die Natur gezogen und so haben wir außer der Wanrner Bros VIP Tour, mehr im “grünen” verbracht. Hier ist der Runyon Canyon und der Griffith Park zu empfehlen. Das Days Inn hatte eine Spitzen Lage. die Zimmer waren okay, der Pool eher nicht ;)

Fazit

Wir sind 5100km gefahren, haben dabei 64 Stunden im Auto verbracht und sind jeden Tag gut 15km gelaufen. Ich glaube ich brauch hier keinem zu sagen das es sich hierbei nicht wirklich um Urlaub handelt. Es ist ganz klar ein Abenteuer das Eigeninitiative und Spontanität erfordert. Dieser Trip ist vielleicht nicht günstig und er bietet einem kein All Inklusive aber er bietet Euch das, was Euch kein 5 Sterne All Inklusive Urlaub mit Strand-nähe bieten kann… Augenblicke & Eindrücke die Ihr für Euer ganzes Leben habt. Wie soll man das in Geld aufwiegen? Wie soll man Abenteuer, Erfahrung und Lebensfreude, die man mit jemandem ganz besonderem teilt in Geld aufwiegen? Klar klingt das hier wie in einer schlechten Werbung aber nachdem ich nun wieder da bin, weiß ich das ich noch so viel von dieser Welt sehen mag. Diese Erinnerungen kann uns keiner mehr nehmen! Wir selbst, haben sozusagen Geschichte geschrieben, nein nicht Eine, sondern viele kleine Geschichten von denen ich auch noch in Jahren oder gar Jahrzehnten erzählen werde und an die ich mich immer wieder gerne zurück erinnern werde.

Es hat mir einfach gezeigt das wir ab und zu mal aus dem Alltag ausbrechen müssen, wir müssen Dinge erleben, die Sache selbst in die Hand nehmen. Wir müssen andere Länder & Kulturen kennen lernen um zu wissen was wir eigentlich möchten und um zu verstehen das nicht immer Alles schlecht ist. Die USA ist ein wundervolles Land aber leider bleibt auch der Eindruck zurück, das viele Menschen dort, dies nicht wirklich zu schätzen wissen. Der Umgang mit Energie und Rohstoffen war teilweise erschreckend.
Abgebrannte Wälder, trockene Wasserfälle, trockene Seen zeigen einem den Ernst der Lage. Erst jetzt lerne ich auch wieder die grünen Wiesen, die Wälder und den Regen, den wir hier in Deutschland haben, zu schätzen. Nicht das Deutschland so toll wäre aber in vielen Dingen hat Deutschland die Zeichen der Zeit erkannt. Ich kann sagen, das diese Reise mich ein Stück reifer gemacht, ein Stück erfahrener!

Nun sind wir also soweit das wir eigentlich alles wichtige was man vorher erledigen sollte, bereits getan haben. Was ihr eventuell noch vor eurem Urlaub besorgen solltet ist etwas Bargeld und ein absolutes MUST HAVE ist natürlihc eine Kreditkarte aber die hat ja heutzutage sowieso fast jeder.

Übernachtungen

Wir haben nur die erste und die letzten Übernachtung bereits vor dem Urlaub gebucht, den Rest haben wir eigentlich immer etwa einen Tag vorher, spontan gebucht.
Das Ganze lief auch völlig problemlos ab. So musste man sich auch nicht strikt an einem Zeitplan halten, sondern man konnte noch etwas umdisponieren falls man bei der Planung, was man sehen möchte, doch etwas vergessen hat. Wir haben jede Übernachtung bei Booking.com gebucht, da es eigentlich immer der günstigste Preis war. Hotel Tonight was mir auch oft empfohlen wurde, hat mich leider etwas enttäuscht. Wichtig hierbei zu sagen wäre, das es egal ist ob ihr Eure Übernachtung am gleichen Tag, den Tag davor oder gar Tage davor bucht, es gibt keinen “ich buche super spät” Discount.
Es macht durchaus Sinn ab und zu mal rein zu schauen, da man ab und zu wirklich nen besseren Deal macht aber der Preisunterschied ist meißtens eher gering. Im Schnitt kann man aber bei einer so langen Reise mit 50€ pro Person und pro Übernachtung rechnen. Das sind gerne mal Übernachtungen dabei, die gerade mal 30€ kosten und wirklich spitze sind. Leider gibt es auch das genaue Gegenteil. Grundsätzlich kann man sagen das wir hier keine Luxus Hotels gebucht haben aber für Leute die keine deutschen 4 Sterne Hotels erwarten ist das völlig okay was man so dafür geboten bekommt. Die Wände in den meißten Unterkünften sind sehr dünn, daher empfehle ich Euch beim Check-In in einem Motel, immer ein Zimmer in der obersten Etage zu nehmen. Beim Frühstück dürft ihr dort nichts erwarten, denn außer Cornflakes, Müsli, Waffeln, Muffins, süßes Gebäck, Toast, Marmelade werdet ihr meißtens kaum etwas anderes finden.

~ 50€ Pro Übernachtung, Pro Person

Verpflegung

Nun was soll ich Euch sagen… Wir haben zusammen für die 23 Tage gerade mal um die 700€ für Verpflegung ausgegeben. Von diesen 23 Tagen, haben wir 10 Tage Burger gegessen. Verdammt nochmal, das können die Ami’s einfach! Wenn ihr Obst oder frische Früchte wollt, müsst ihr allerdings wesentlich tiefer in die Tasche greifen. Obst ist an der Westküste unglaublich teuer aber kein Wunder so trocken wie die Gegend da überall ist ;)

Wir haben eigentlich fast jeden morgen im Hotel das Frühstück mitgebucht und dann mittags eventuell noch nen kleinen Snack, abends gabs dann endlich was Richtiges :D
Die besten Restaurants und wir hatten einige wirklich gute dabei, hatte ich auf Foursquare gefunden.

Hier meine “Restaurant” Tips:
San Francisco – Pizza Za (Wahnsinns-geile-Pizza zum sehr fairen Preis)
Midpines – Yosemite Bug Rustic Mountain Resort (Tageskarte wechselt ständig aber klasse Essen für wenig Geld)
Los Angeles – Stout Burger (Happy Hour was Burger angeht, fairer Preis)
Cheesecake Factory (Kette – Leckeres Essen, HAMMER KUCHEN)
In-N-Out Burger (Fastfood Kette aber geniale Burger zum kleinen Preis)
San Diego – Lucha Libre ( Leckerer Burrito zum kleinsten Preis!)
Las Vegas – Guy Fieri (Toller Burger, cooles Ambiente)

 

~ 15-20€ Pro Tag, pro Person

Im nächsten und letzten Beitrag kommt unsere Route dann dran, meine Highlights, die Gesamtkostenabrechnung und eventuell noch der eine oder andere Tip!

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