Der Partner mit denen wir also unseren Traum umsetzen wollten war gefunden. Wir hatten Ein Haus gefunden das uns gefällt und das wir in etwa umsetzen wollen.

Herbst 2017

Bevor man sich mit den Grundrissen beschäftigt sollte man sich vorab bei der Gemeinde / Stadt informieren ob ein für unser Gebiet ein Bebauungsplan existiert. Ist dies der Fall kann allein dieser schon für die weitere Planung mitbestimmend sein. In unserem Fall gibt es allerdings keinen. Dies bedeutet das nach Baugesetzbuch (BauGB) § 34 zur Geltung kommt. Das beduetet das wir uns grundsätzlich nach der Umgebung orientieren müssen was Höhe, Größe, etc. betrifft.


In erster Linie ging nun erstmal darum die richtigen Grundrisse und somit die Wohnfläche zu definieren. Denn nach dieser berechnet sich in erster Linie der Preis. Das wir Schlüsselfertig Plus bauen wollen, war für uns von Anfang an klar. Wir haben erst vor geraumer Zeit selbst renoviert und wissen wie viel Arbeit das für etwa 75m² Wohnflache war. Mein Ziel war es immer einen Ansprechpartner zu haben der alles koordiniert. Im Falle eines Problems auch nur einen Ansprechpartner zu haben

Die Definition Schlüsselfertig Plus ist kein definierter Begriff und muss bei jedem Anbieter separat geprüft werden.


In unserem Fall bedeutete Schlüsselfertig Plus, dass wir am Ende nur noch die Möbel reinstellen müssen und die Lampen anschließen. Nachdem wir nun die Grundrisse bestimmt 4-5x geändert hatten, waren wir quasi fast wieder unserer Ausgangsposition. Der Preis für eine gute Austattung beträgt bei Schlüsselfertig Plus etwa 2000-2500€ pro Quadratmeter. Wir haben uns für etwa 145m² entschieden.

Die Idee nahm also so langsam Form an. Nachdem wir also zumindest wussten wie es in etwa aussehen sollte und was es kosten würde, machten wir uns mit einem Auszug aus dem Liegenschaftskataster und einer Skizze von mir, in der das Haus grob eingezeichnet war, auf dem Weg zum Bauaufsichtsamt. Ein Auszug bzw. ein Ausdruck kostete uns 26,00€. In der offenen Sprechstunde beim Bauaufsichtsamt angekommen, waren wir bereit uns das Go für unseren Traum zu holen.

Tja… Falsch gedacht.

In nur 120 Sekunden wurde ein Lineal angelegt und die Position unseres Traums abgelehnt und begründet. Die Begründung lautet wie folgt: In § 34  BauGB findet auch in der Positionierung statt. Da wir in quasi in zweiter Reihe bauen wollten, hätte unser neues Haus deutlich weiter hinter gestanden als die Gebäude der benachbarten Grundstücken.

Betrachtet nun alle Grundstücke von oben und legt das Lineal auf eine Linie mit den am weitesten positionierten Gebäude, ist das die Grenze der Bebauungsfläche. Sprich der Nachbar der am weitesten hinten ein Bestandsgebäude hat, stellt unsere Bebauungsgrenze dar. Was gab es für Alternativen? Die nette Damen vom Bauaufsichtsamt schlug uns vor mit der Stadt in Kontakt zu treten und dort, bezüglich der Aufstellung eines Bebauungsplans, Gespräche zu führen. Mit niedergeschlagener Miene verließen wir also die Sprechstunde. Kurz darauf nahmen wir mit der Stadt Kontakt auf und versuchten unser Anliegen zu positionieren. Nach einigen Telefonaten und Mails kam heraus das wir für die Aufstellung selbst aufkommen müssten, auch wenngleich die Dame vom Bauaufsichtsamt meinte, das dies ebenfalls im Interesse der Stadt liegen würde. So war es leider nicht. Dennoch wurden wir gehört. Nachdem wir aber nicht locker gelassen haben, wurde ein Termin mit allen Nachbarn und dem Bürgermeister koordiniert indem ich die Problematik und unser Vorhaben schildern sollte. Dazu später mehr.

Dezember 2017

Ende 2017 standen wir also für der Entscheidung wie geht es nun weiter und geht es überhaupt weiter? Wie sollen wir einen Vertrag schließen, wenn wir noch gar nicht wissen ob wir das Haus überhaupt bauen können? Hier kamen wir dann durch unseren Ansprechpartner von Fingerhuthaus zu einer Lösung. Da uns das Angebot gefiel und wir einfach nur eben nicht wussten ob wir das dann auch umsetzen können, wurde unser Vertrag, mit einer Ausstiegsklausel bezüglich des Bebauungsplans und der Bebaubarkeit des Grundstückes, erweitert. Damit konnten wir also gut leben. Klappt das eben aus welchem Grund auch immer nicht mit dem Bebauungsplan, kommen wir aus dem Vertrag mit Fingerhuthaus auch wieder raus. Wir unterschreiben also noch zwischen Weihnachten und Silvester den Vetrag, da wir und Hagen uns auch sicher waren, das die Häuser 2018 nicht günstiger werden würden.

Wie sich herausstellte wurden 2018 die Preise im Schnitt auch um 7,5 -10% angehoben. Das wären also Mehrkosten von 25,000 bis 40,000€ mehr gewesen. Hier können wir nur Danke sagen das Fingerhuthaus so flexibel war.


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