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Fit in den Sommer – Kohlenhydrate machen Fett?

Alle Kohlenhdrate müssen bei der Verdauung in einzelne Zuckermoleküle zerlegt werden, da der Körper nur Glukose verwerten kann. Je schneller ein Kohlenhydrat zu einzelnen Glukosemolekülen verdaut wird, desto schneller und höher steigt der Blutzuckerspiegel an.
Glukose bzw. seine Speicherform Glykogen braucht der Körper für die Funktion des Gehirns und absolute Spitzenleistungen. Da aber die Speicher begrenzt sind, sorgt der Körper bei fallendem Blutzuckerspiegel, für eine Art Heißhunger. Wenn dieser Nachschub aus bleibt, kann der Körper auch aus Eiweißen Glukose herstellen.

Nun muss ich leider auf den Glykämischen Index und die Glykämische Ladung etwas eingehen. Was das genau ist, findet ihr auf Wikipedia ganz gut erklärt.

Glykämischer Index
Glykämische Last

Was bedeutet das für mich? Wenn unser Blutzuckerspiegel schnell steil ansteigt schüttet unser Körper Insulin aus. Insulin sorgt dafür das Glukose in die Zellen gelangt und BREMST die Verbrennung von Fett. Unser Körper ist genetisch dazu getrimmt, bei hohem Angebot an Glukose, diese erstmal zu verheizen, denn unsere Speicher dafür sind begrenzt.

FETT kann in Gegensatz in unendlichen Mengen eingelagert werden. Da nun Fett aber auch Insulin zur Einlagerung benötigt, begünstigt der hohe Blutzuckerspiegel die Produktion der Rettungsringe ;)

Leider versteht unser Gehirn den ganzen Prozess nicht so schnell. Das heisst der Insulinaustoß hinkt immer etwas hinterher, deshalb kann der Blutzuckerspiegel schon bald nach einer Mahlzeit wieder unter einen Wert fallen, den der Körper gern halten würde. Also bekommt man wieder Hunger. So kann man sich mit Süßigkeiten, Limonade & Kuchen sozusagen hungrig essen. Deshalb sollte man Nahrungsmittel bevorzugen die einen niedrigen GI haben und somit über lange Zeit für Glukosenachschub sorgen. Somit wird auch der Heißhunger den jeder kennt vermieden. Zusätzlich zu dem Ganzen, sorgt hier eine bedachte Ernährung auch für bessere Blutfett- und Blutzuckerwerte.

Vereinfacht:
Die Kohlenhydrate von Lebensmitteln mit niedrigem GI, werden langsam an den Körper abgegeben und die Glukosespeicher werden somit langsam & kontinuierlich aufgefüllt. Dadurch ist man länger leistungsfähig und fühlt sich satt.
Die Einnahme von Lebensmitteln mit hohem GI lässt den Blutzuckerspiegel schnell stark ansteigen, der Körper reagiert darauf und baut den Blutzuckerspiegel so schnell er kann wieder ab. Diese Überreaktion kann dazu führen, da die Blutzuckerwerte unter den Wert fallen, den unser Körper gerne halten würde. Der Körper strebt danach nun erneut Kohlenhydrate aufzunehmen um den Blutzuckerspiegel wieder zu heben. Hungergefühl & Heisshungerattacken können die Folge sein. 

Kohlenhydrate sind in erster Linie für Personen wichtig, die sich viel bewegen und oder beim Sport spitzenleistungen abrufen wollen. Desto weniger Ihr Euch bewegt desto weniger Kohlenhydrate solltet ihr in Eure Ernährung einbauen.

Das ist allerdings auch nur Teil eines Ganzen und sich stupide nach dem Glykämischen Index zu ernähren ist Quatsch. Denn dort haben z.B. Chips auf Grund des Fettgehaltes einen geringeren GI Wert als Kartoffeln. Wer also hier lieber zu Chips greift, als zu Kartoffeln, würde seiner Gesundheit mehr schaden als nutzen.

Wem das alles zu kompliziert ist, guckt sich eine GI Tabelle einfach mal an und merkt sich  zusätzlich:
Obst und Gemüse sind auch hier wieder die Sieger. Süßigkeiten und Knabberkram, die Verlierer. Vollkornprodukte, Reis und Nudeln immer mit etwas Gemüse oder Hülsenfrüchten genießen, sie entschärfen die Gefahr des Heißhungers :)

Glyx oder auch GI Tabelle:
Hier klicken

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